Wie bitte? @833 – was ist denn das?
So könnte wohl bei den meisten die Reaktion auf diese Zeitangabe bei Verabredungen aussehen.
Mit der neuen Internetzeit entfallen alle Zeitzonen, es gilt ueberall die gleiche Zeitrechnung. Durch die Moeglichkeiten der weltweiten Kommunikation wurde es wichtig, sich auf einen gemeinsamen Standard zu einigen, schliesslich ist es muehsam, seinem Gespraechspartner in New York zu erklaeren, dass man die hiesige Ortszeit meine und er gefaelligst umrechnen solle. Es war also im wahrsten Sinne nur eine Frage der Zeit, bis jemand die zuendende Idee hatte. Jedenfalls hat man sich beim Schweizer Uhrenhersteller SWATCH Gedanken zur Sache gemacht und den verschiedenen Zeitzonen den Kampf angesagt. Das Ergebnis ist BEAT, die Internetzeit. Die Sache ist eigentlich so genial, dass man sich fragt, warum erst jetzt jemand darauf gekommen ist.
So habe ich im Mai 1999 in einem Special für den mittlerweile eingestellen The ALE-Project Newsletter geschrieben.
Ja, lang lang ist’s her und wie schaut es heute, fast 13 Jahre später, aus? Beatnik funkt noch und auch auf der Webseite von Swatch wird tapfer die Internetzeit in Beat ausgewiesen, aber irgendwie hat sich die Idee nicht wirklich durchgesetzt. Schade, offenbar sind wir noch nicht reif dafür. Ein Schicksal, bei dem Swatch mit seiner Idee nicht alleine dasteht. Vielleicht braucht es ja einfach auch einen zweiten Anlauf mit entsprechendem Massenpotential? Wer weiß, vielleicht übernimmt ja auch mal ein Smartphonehersteller die Initiative und präsentiert auf dem Startscreen ein Widget mit der alten, neuen Zeitangabe?
Weiterführende Informationen:
http://www.swatch.com/zz_en/internettime.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Swatch-Internetzeit
Übrigens, den kompletten Text im The ALE-Project Newsletter kann man auf der Archivseite nachlesen:
http://www.endl.de/newsletter/archiv/a22.htm