Review: ACDSee Pro 3

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Schon seit der Betaversion macht ACDSee Pro 3 einen guten Eindruck was Bedienung und Geschwindigkeit anbelangt. Besonders gegenüber der Vorgängerversion zeichnet sich die neue Software durch eine gesteigerte Geschwindigkeit aus. Damit gestaltet sich der Workflow jetzt noch flüssiger. Bei der weiterhin im modernen Carbon-Look erscheinenden Benutzeroberfläche haben sich die Entwickler einiges vom Konkurrenten Lightroom abgeschaut und präsentieren eine Software, die sich nun endgültig vom Bildverwalter zum unversellen Bildentwicklungstool gewandelt hat.

Auffällig ist die überarbeitete Programmoberfläche. So gibt es jetzt 4 separate Fenster (Tabs) für Verwaltung, Anzeige, Verarbeitung und zu guter Letzt einen Tab für ein Online-Album. Beim Menü setzt ACDSee nun auf Slider – warum auch nicht, ist diese Variante doch um ein vielfaches übersichtlicher und effizienter. Die Screenshots stammen noch aus der Beta-Version, daher die englische Menübeschriftung.

ACDSee Pro3 - Bild 1 ACDSee Pro3 - Bild 2 ACDSee Pro3 - Bild 3
Das Übersichtsfenster (Verwalten) gibt sich wie gehabt – gestandene ACDSee-Nutzer finden sich hier sofort zurecht. Rechts die bekannte Seiten-leiste zur Verwaltung und Katalogisierung seiner Bilder Durch Doppelklick auf ein Bild gelangt man in den Ansichts-Modus. Dieses Fenster ist ideal, um seine Bildbestände in Großansicht zu sichten und dabei die Bilder bei Bedarf zu drehen. Der Verarbeiten-Tab erscheint jetzt neu auch bei JPEG-Bilder mit einem Funktionsumfang, der in früheren Versionen nur RAW-Daten vorbehalten war. Hier zu sehen der beliebte Licht-Equalizer.
ACDSee Pro3 - Bild 4 ACDSee Pro3 - Bild 5 ACDSee Pro3 - Bild 6
Horizontale Bildkorrektur ist jetzt im Verarbeiten-Fenster in einem separaten Geometrie-Tab in der linken Seitenleiste untergebracht und läßt sich jetzt auch direkt bei der RAW-Entwicklung anwenden. Gleiches gilt natürlich auch für die vertikale Bildkorrektur. Zusätzlich ist hier auch eine Funktion zur Beseitigung von Objektiv-Fehlern (Distortion) implementiert. Ebenfalls neu ist die Möglichkeit, Farbkorrekturen vorzunehmen. Besonders einfach ist die durch das neue Bedienkonzept. Man muß nur mit der Maus auf die entsprechende Farbe im Bild zeigen und kann dann mit gedrückter Maus durch herauf- oder herunterfahren die jeweiligen Schieber verstellen.

Alle ehemaligen RAW-Bearbeitungsfunktionen stehen nun auch JPEG-Bildern zur Verfügung und da ACDSee auch weiterhin die Originaldateien vor Veränderung schützt, steht einem kreativen “spielen” mit dem Programm eigentlich nichts mehr im Weg.

Leider hat es aber ACD Systems auch diesmal nicht geschafft, seiner Bildverwaltung eine Funktion zur Beseitigung Chromatischen Abberationen oder die aus Lightroom bekannten Bilderstapel zu spendieren. Trotzdem macht die 3. Generation von ACD Systems Pro-Version einen soliden Eindruck. Nachdem die Version 2 noch einige Macken aufzuweisen hatte (häufige Programmabstürze und teilweise gewöhnungsbedürftige Bedienung), hat sich ACDSee nun eindeutig in ein professionelles Foto-Werkzeug gewandelt. Auch der Preis kann sich sehen lassen. Für weniger als 125,00 Euro findet der ambitionierte Hobbyfotograf und semiprofessionelle Anwender ein Programm, das dem wesentlich teuren Lightroom durchaus Paroli bieten kann. Besitzern einer älteren Version ist ein Upgrade also durchaus zu empfehlen.

Mein Fazit lautet daher: Kaufen!

Wer vorab ACDSee Pro 3 auf Herz und Nieren testen möchte, holt sich einfach die 30-Tage-Testversion: http://de.acdsee.com


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    • Frank Weidmann
    • 26. Dezember 2009

    Danke für den Bericht. Ich bin grad auf der Suche nach einer guten Bildbearbeitung nur ist mir lightromm zu teuer. Die Oberfläche ist von acdesee ist ja recht ähnlich aber viel preiswerter. Hat das auch eine Gesichtserkennung dabei? Frank

  1. Hallo Frank, also ich kann aus eigener Erfahrung ACDSee nur empfehlen. Ich nutze das bislang schon seit der Version 9 und bin jetzt mit der Pro3 sehr zufrieden. Nutze doch einfach den 30-Tage-Testzeitraum.

    Eine Gesichtserkennung hat ACDSee zwar nicht – um auf Deine Frage zurückzukommen – aber das brauchts m.M. nach auch nicht. Ich verschlagworte meine Fotos halt entsprechend schon beim einsortieren auf die Platte mit ACDSee. Aber wenn sich das jetzt immer mehr durchsetzt (z.B. Picasa oder Photoshop Elements 8), wird wohl auch ACD Systems irgendwann nachziehen (müssen).
    Gruß Heiko

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