Canon EF 50mm 1:1.8 II
“Ein kompaktes Normalobjektiv hoher Leistung. Der Gauss-Typ liefert hohe Bildschärfe von nah bis fern. Hervorragendes Farbgleichgewicht.” So beschreibt Canon sein Einsteigerobjektiv in die Klasse der lichtstarken Festbrennweiten. Mit einem Durchschnittspreis von unter 100,00 Euro ist es recht preiswert, doch kann die Linse auch halten, was die Werbung verspricht?
Der erste Eindruck dieses Objektives ist zunächst etwas ernüchternd, wirkt doch das Plastikgehäuse wenig vertrauenerweckend. Da man sich aber nicht von Äußerlichkeiten beeinflussen lassen soll, habe ich das Objektiv einfach auf meine EOS 40D geschraubt und empfand hierbei die Leichtigkeit der Linse als recht angenehm. Leider hat Canon dem Glas keinen USM-Antrieb gegönnt – bei dem Preis sicher verständlich – und so tut hier ein simpler Micromotor merklich hörbar, aber nicht störend seinen Dienst.
Hier zunächst die technischen Daten:
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Auf Grund der hohen Lichtstärke fällt das helle Sucherbild gleich positiv auf und erste Testfotos zeigen, dass der Autofokus bei ausreichend Licht treffsicher sein Ziel findet und selbst bei wenig Licht keine nennenswerten Schwächen offenbart. Hier zeigt sich, dass das zentrale AF-Meßfeld meiner EOS 40D bei Objektiven ab einer Offenblende von mindestens f2.8 nochmal an Empfindlichkeit zulegt. Für eine Überraschung sorgen allerdings Bildschärfe und Farbtreue. Eine derartige Abbildungsqualität hätte ich dem “Plastikbecher” gar nicht zugetraut, sondern allenfalls Ergebnisse ähnlich dem Kit-Objektiv erwartet. Bereits bei Offenblende lassen sich gute Ergebnisse erzielen, jedoch ist die Schärfentiefe hierbei erwartungsgemäß recht knapp, ermöglicht dafür aber ein kreatives Spiel mit der Unschärfe. Leicht abgeblendet legt das Objektiv nochmal zu und dank dem erstklassigen Rauschverhalten meiner EOS 40D sind auch bei höheren ISO-Stufen sehr gute Aufnahmen bei “Available Light” möglich (siehe Testfoto 3-5).
Nachfolgend ein paar Beispielfotos:
Die gezeigten Bilder sind allesamt freihändig im RAW-Format aufgenommen und wurden via ACDSee Pro 2.5 ausbelichtet. Bild 3 ist bei Ausnutzung des spärlichen Raumlichtes (Spotmessung auf das Gesicht) entstanden. Da bei ISO 1600 das Bildrauschen doch merklich ansteigt, wurde hier zuätzlich mit NeatImage softwareseitig entrauscht. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen und ist für normale Fotogröße 10×15 qualitätsmäßig völlig ausreichend.
Mein Fazit: Bei dem Preis und der optischen Qualität kann man nichts verkehrt machen und so sollte dieses Objektiv in jeder Fototasche seinen Platz finden – zur Not passt es auch in die Hosentasche ;-)
Sicher sind 50mm am APS-C Sensor keine Normalbrennweite mehr, aber die äquivalenten 30-35mm kosten in dieser Lichtstärke ein Vielfaches.
Wer jetzt Interesse hat, diese “Wunderlinse” selbst einmal auszuprobieren, dem kann ich auf Grund eigener, positiver Erfahrungen nur raten: Kaufen!
Einfach und problemlos geht dies z.B. direkt bei Amazon. Kurze Lieferzeiten und die im Fernabsatz üblichen 2 Wochen Rückgaberecht lassen ein entspanntes Testen des Objektives zu.
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Ein guter Bericht, danke. Hab mir auch auf Grund ihres Tests dieses Objektiv gekauft und kann die Beurteilung nur bestätigen.
Gruß Frank
Hallo Frank. Freut mich, wenn mein Bericht bei der Entscheidungsfi ndung helfen konnte. Viel Spaß mit der Linse…
Heiko