Sigma 10-20mm DC HSM EX

Wer mit einer DSLR mit sogenanntem Crop-Sensor (d.h. mit einer Sensorgröße kleiner dem Kleinbildformat) fotografiert, benötigt für echte Weitwinkelaufnahmen spezielle Objektive, denn die klassischen 17mm sind hier einfach zu wenig. Eines der wenigen Ultraweitwinkelobjektive ist das Sigma 10-20mm f4,5-5,6 DC HSM EX, welches eine kleinbildäquivalente Brennweite von 16mm – 32mm liefert.


Mit einem UVP von 649,00 Euro und einem Straßenpreis von ca. 450,00 Euro nicht gerade preiswert, möchte man dieses Objektiv vor dem Kauf gerne testen. Und genau das habe ich für 14 Tage getan.
Um es vorweg zunehmen, die sich damit ergebenden Perspektiven sind schon genial. Gerade für die Landschaftsfotografie führt m.E. kein Weg an so einer Optik vorbei.

Weitwinkel im Einsatz:

sigma1020-01 sigma1020-02 sigma1020-03
Canon EOS 400D
Brennweite: 10mm
ISO 100
Blende 4
Belichtungszeit: 1/500s
Canon EOS 400D
Brennweite: 10mm
ISO 100
Blende 8
Belichtungszeit: 1/125s
Canon EOS 400D
Brennweite: 10mm
ISO 100
Blende 11
Belichtungszeit: 1/160s
100% Ansicht 100% Ansicht 100% Ansicht

Da bearbeitete Fotos aber nicht besonders aussagekräftig sind, habe ich unter “100% Ansicht” jeweils die unbearbeiteten Bilder in Originalgröße eingestellt. Dabei handelt es sich um 1:1 JPEGs in höchster Qualitätsstufe, welche ohne weitere Bearbeitung direkt aus der RAW-Datei erstellt worden sind. Dementsprechend hoch ist auch die Dateigröße (2,2-3,4 MB / Bild). Aber nur so kann man die Bildqualität ausreichend bestimmen.

Mit meinem Exemplar bin ich vollauf zufrieden und die oft zitierte “Serienstreuung” bei Sigma-Objektiven kann ich bei mir nicht nachvollziehen (auch bei meinen anderen Objektiven von Sigma nicht). Folglich erhält auch dieses Glas von mir eine Kaufempfehlung. Mehr Weitwinkel geht – von Fisheye-Objektiven abgesehen – am kleinen APS-C Sensor nicht.

Nachtrag: Mittlerweile hat Sigma seinem klassischen 10-20er eine Version mit konstanter Blende von f3,5 zur Seite gestellt. Am kurzen Ende immerhin eine Verbesserung um 1,3 Blendenstufen, die sich Sigma dann aber auch mit gut 150 Euro bezahlen läßt. Für Landschaftsfotografie halte ich diese Ausgabe aber für verzichtbar.

Mehr Information über die technischen Daten und die Leistungsfähigkeit des Objektives findet man auf der Herstellerseite bei SIGMA sowie im Testbericht (engl.) auf photozone.de.

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